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Studien Held

Studiengänge A–Z Redaktion Studien Held · Stand

Medizin studieren an der Universität Oldenburg: Dein Weg in die Gesundheitsbranche

Inhalt 13 Abschnitte

Studienprofil: Staatsexamen, Regelstudienzeit und Studienbeginn

Das Medizinstudium an der Universität Oldenburg führt zum deutschen Staatsexamen. Damit erwerben Studierende den Abschluss, der die Grundlage für die ärztliche Approbation bildet. Der Studiengang ist als Vollzeitstudium angelegt und umfasst eine Regelstudienzeit von 12 Semestern, also sechs Jahre.

Der Studienbeginn ist ausschließlich zum Wintersemester möglich. Für das Wintersemester 2026/27 ist eine Aufnahmekapazität von 200 Studierenden pro Jahr vorgesehen. Die Ausbildung erfolgt überwiegend auf Deutsch. Wegen der internationalen Ausrichtung können jedoch englische und niederländische Lehr- oder Studienanteile vorkommen; gute Englischkenntnisse sind daher hilfreich.

Inhaltlich verbindet das Programm wissenschaftliche Grundlagen mit der Entwicklung ärztlicher Kompetenzen. Studierende sollen medizinische Zusammenhänge verstehen, Entscheidungen begründen und Verantwortung im Umgang mit Patientinnen und Patienten übernehmen können.

Modellstudiengang mit früher Patientenorientierung

Im Modellstudiengang der Universität Oldenburg stehen medizinische Zusammenhänge von Beginn an im Mittelpunkt. Statt zuerst lange getrennte Fachblöcke zu lernen, bearbeiten Studierende Krankheitsbilder und konkrete Versorgungssituationen. Anatomie, Physiologie, Biochemie und klinische Grundlagen greifen dadurch früher ineinander.

Bereits wenige Wochen nach dem Start ist eine einwöchige Hospitation in einer allgemeinmedizinischen Praxis vorgesehen. In den ersten drei Studienjahren folgen regelmäßig praktische Einsätze. Dabei beobachten Studierende nicht bloß, sondern üben unter Anleitung auch erste Untersuchungen und Gespräche.

Physik, Chemie oder Histologie bleiben dadurch keine isolierten Prüfungsfächer. Sie erklären, was im Körper passiert und warum eine Untersuchung oder Behandlung sinnvoll ist. Im Mittelpunkt stehen mehrere Kompetenzbereiche:

  • medizinische Grundlagen sicher anwenden
  • Patientinnen und Patienten strukturiert befragen
  • körperliche Untersuchungen durchführen
  • Befunde verständlich erklären
  • im Team professionell handeln
  • medizinische Entscheidungen nachvollziehbar begründen

Die praktische Ausbildung beginnt unter geschulter Anleitung. Die Verantwortung wächst mit den eigenen Fähigkeiten; niemand muss am ersten Tag allein schwierige Entscheidungen treffen. Der Modellcharakter bedeutet allerdings nicht automatisch weniger Lernaufwand. Der Stoff bleibt umfangreich, die Lernkontrolle verteilt sich jedoch auf mehrere Prüfungen und praktische Leistungsnachweise. Kontinuierliches Arbeiten ist deshalb besonders wichtig.

Studienprofil und Besonderheiten des Medizinstudiums in Oldenburg

Bereich Information
Abschluss Deutsches Staatsexamen als Grundlage für die ärztliche Approbation
Regelstudienzeit 12 Semester beziehungsweise sechs Jahre
Studienbeginn Ausschließlich zum Wintersemester
Aufnahmekapazität Für das Wintersemester 2026/27 sind 200 Studienplätze pro Jahr vorgesehen.
Bewerbung Zentral über hochschulstart.de
Auswahlquoten 30 Prozent Abiturbestenquote, 10 Prozent ZEQ und 60 Prozent Auswahlverfahren der Hochschulen
Studienmodell Modellstudiengang mit früher Verknüpfung von Grundlagen, klinischen Fällen und praktischen Kompetenzen
Patientenkontakt Erste einwöchige Hospitation in einer allgemeinmedizinischen Praxis bereits wenige Wochen nach Studienbeginn
Prüfungen Regelmäßige Modulprüfungen, praktische Karussellprüfungen und ein Physikums-Äquivalent nach etwa drei Jahren
Internationale Ausbildung Verbindlicher Studienaufenthalt an der Rijksuniversiteit Groningen mit teilweise englischsprachigen Lehrveranstaltungen und Prüfungen
Klinische Praxis Blockpraktika, Untersuchungskurse, Fallkonferenzen und klinisches Training im fünften Studienjahr
Besondere Anforderungen Kontinuierliches Lernen, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Bereitschaft zu frühem Patientenkontakt und internationaler Mobilität

Zulassung über hochschulstart.de und Auswahlquoten

Die Bewerbung für Humanmedizin in Oldenburg läuft über das zentrale Portal hochschulstart.de. Da der Studiengang bundesweit zulassungsbeschränkt ist, reicht eine direkte Bewerbung bei der Universität nicht aus. Entscheidend sind die Angaben im Antrag, die fristgerechte Einreichung und die jeweils gültigen Regeln für das gewünschte Wintersemester.

Die Studienplätze werden in drei bundesweiten Quoten vergeben:

  • 30 Prozent Abiturbestenquote: Hier zählt vor allem die schulische Qualifikation.
  • 10 Prozent Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ): Die Abiturnote spielt in dieser Quote keine zentrale Rolle. Anerkannte Leistungen wie ein Eignungstest, eine einschlägige Ausbildung oder ein Dienst können Punkte bringen.
  • 60 Prozent Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH): In Oldenburg werden hierfür unter anderem Abiturnote, Testergebnis, Ausbildung und teilweise ein Dienst berücksichtigt.

Für Oldenburg ist besonders der Test für medizinische Studiengänge (TMS) relevant. In der ZEQ können dafür bis zu 65 Punkte vorgesehen sein. Im AdH hängt die Gewichtung vom jeweiligen Unterverfahren ab: In einer Variante kann der TMS bis zu 40 Punkte, in einer anderen bis zu 47 Punkte beitragen. Eine abgeschlossene Ausbildung kann im ersten AdH-Unterverfahren mit bis zu 10 Punkten berücksichtigt werden. Diese Werte beziehen sich auf veröffentlichte Angaben für das Wintersemester 2024/25; für das Bewerbungsjahr 2026/27 müssen die aktuellen Kriterien geprüft werden.

Auch ein anerkannter Dienst kann die Rangbildung verbessern. In der ZEQ waren dafür bis zu 25 Punkte vorgesehen, während im zweiten AdH-Unterverfahren bis zu 3 Punkte möglich waren. Preise konnten in der ZEQ mit bis zu 5 Punkten einfließen. Die konkrete Anerkennung hängt von den jeweils geltenden Vergaberegeln ab.

Prüfe daher vor dem Ausfüllen des Antrags, welche Quote für dein Profil realistisch ist, ob dein Test- oder Ausbildungsnachweis anerkannt wird und welche Frist für deinen Bewerbungsweg gilt. Fristen und Punktwerte ändern sich; verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Angaben von hochschulstart.de und der Universität Oldenburg.

Praxisnahe Prüfungen statt klassischem Physikum

Im Oldenburger Modellstudiengang werden die frühen Leistungsnachweise auf mehrere Abschnitte verteilt. An die Stelle einer einzelnen großen Prüfung nach der Vorklinik treten regelmäßige Modulprüfungen. Das reduziert den Druck eines einzigen Termins, verlangt aber konstante Vorbereitung.

Die Prüfungen finden ungefähr alle fünf Wochen statt. Zwischenprüfungen umfassen etwa 40 Multiple-Choice-Fragen, Abschlussprüfungen rund 80 Fragen. Ein Teil der Aufgaben ist als Open-Book-Prüfung angelegt; zugelassene Fachbücher dürfen dabei verwendet werden. Entscheidend bleibt, medizinische Zusammenhänge sicher einzuordnen.

Nach drei Studienjahren kann das sogenannte Physikums-Äquivalent erreicht werden. Dafür müssen die vorgesehenen Modulprüfungen und praktischen Prüfungen bestanden sein. Die Anerkennung ersetzt nicht die staatliche Abschlussprüfung, markiert aber einen wichtigen Übergang im Studienverlauf.

Die praktischen Prüfungen laufen als Karussellprüfungen ab. Studierende wechseln zwischen mehreren Stationen und bearbeiten unterschiedliche Aufgaben. Geprüft werden unter anderem:

  • strukturierte Anamnesegespräche
  • körperliche Untersuchungen
  • praktische medizinische Fertigkeiten
  • die verständliche Kommunikation von Befunden

Dieses Format prüft neben dem Faktenabruf die Anwendung in konkreten Situationen. Viele kleinere Termine bedeuten allerdings auch zahlreiche Fristen, Lernphasen und Leistungsnachweise. Aufschieben funktioniert hier nur begrenzt.

Patientenkontakt und praktische Ausbildung ab dem Studienstart

Der praktische Einstieg erfolgt wenige Wochen nach Studienbeginn mit einer einwöchigen Hospitation in einer allgemeinmedizinischen Praxis. Dabei erleben Studierende, wie Anamnesen, Untersuchungen und Gespräche im Versorgungsalltag ablaufen. Sie sehen außerdem, wie medizinische Entscheidungen unter Zeitdruck entstehen und welche Rolle Vertrauen spielt.

In den ersten drei Studienjahren schließen sich regelmäßig weitere Praxiseinsätze an; die Termine liegen ungefähr im Abstand von fünf Wochen. Unter Anleitung geschulter Lehrärztinnen und Lehrärzte übernehmen Studierende erste überschaubare Aufgaben, beobachten diagnostische Abläufe und trainieren eine klare Gesprächsführung.

Beschwerden treten selten wie ein sauber sortiertes Lehrbuchkapitel auf. Menschen schildern Symptome unterschiedlich, bringen Ängste mit oder haben mehrere gesundheitliche Probleme zugleich. Diese Realität schärft die klinische Wahrnehmung. Besonders gefördert werden:

  • Gespräche strukturiert und respektvoll führen
  • Informationen aus der Krankengeschichte gezielt erfassen
  • Beobachtungen fachlich einordnen
  • Untersuchungsschritte sicher vorbereiten
  • Patientinnen und Patienten verständlich informieren
  • die eigene Rolle im Behandlungsteam reflektieren

Zum professionellen Verhalten gehört, persönliche Grenzen zu achten, sensible Informationen vertraulich zu behandeln und Unsicherheiten offen anzusprechen. Die Ausbildung bleibt begleitet und stufenweise aufgebaut: Studierende beobachten, üben und erhalten Rückmeldung, handeln aber nicht eigenständig wie approbierte Ärztinnen oder Ärzte.

Der frühe Patientenkontakt ist zugleich ein Realitätscheck. Er zeigt, ob der direkte Umgang mit kranken Menschen tatsächlich den eigenen Vorstellungen entspricht.

Studienverlauf vom vorklinischen zum klinischen Abschnitt

Der Studienverlauf in Oldenburg trennt Vorklinik und Klinik nicht strikt. Grundlagen und klinische Fragestellungen werden früh miteinander verknüpft. In der ersten Studienphase stehen der Aufbau des menschlichen Körpers, normale Körperfunktionen und wichtige Krankheitsmechanismen im Vordergrund, ausgerichtet an medizinischen Problemen und Versorgungssituationen.

Nach etwa drei Jahren markiert das Physikums-Äquivalent einen wichtigen Übergang. Es wird erreicht, wenn die vorgesehenen schriftlichen und praktischen Leistungsnachweise abgeschlossen sind. Danach nehmen klinische Fächer, Diagnostik, Therapie und die Betreuung erkrankter Menschen deutlich mehr Raum ein.

Der weitere Studienweg führt unter anderem in die Universitätskliniken des Medizinischen Campus Oldenburg. Untersuchungskurse, Fallbesprechungen und praktische Ausbildungsabschnitte helfen dabei, Wissen in klinischen Situationen anzuwenden. Die Verantwortung nimmt schrittweise zu:

  • Grundlagen verstehen und medizinisch einordnen
  • einfache Befunde systematisch beurteilen
  • diagnostische und therapeutische Schritte nachvollziehen
  • klinische Fälle im Team bearbeiten
  • eigenes Handeln kritisch reflektieren

Im fünften Studienjahr verdichtet sich die praktische Ausbildung durch Blockpraktika. Mehrwöchige Lehrblöcke mit Seminaren, Untersuchungskursen und Fallkonferenzen schaffen die Brücke zwischen Theorie und klinischem Alltag. Die Grundlagen bleiben dabei das Werkzeug, mit dem Studierende Symptome erklären, Befunde bewerten und Behandlungen verstehen.

Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen

Die Kooperation mit der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen prägt den internationalen Teil des Medizinstudiums in Oldenburg. Ein verpflichtender Studienaufenthalt führt nach Groningen; Lehrveranstaltungen und Prüfungen finden dort teilweise auf Englisch statt. Niederländisch ist nach den beschriebenen Studienbedingungen nicht zwingend erforderlich, englische Fachtexte und Gespräche im Hochschulalltag sollten jedoch sicher bewältigt werden.

Die Zusammenarbeit erweitert außerdem die Möglichkeiten in der Anatomie. Praktika finden teilweise in Groningen statt und beziehen präparierte Körperspender ein. In einem Wahlfach kann auch eigenes Präparieren möglich sein. So lassen sich räumliche Strukturen unmittelbar nachvollziehen.

Der Aufenthalt ist fest in den Studienverlauf eingebunden:

  • Er ist nicht beliebig durch ein anderes Zielland ersetzbar.
  • Unterrichts- und Prüfungssprache können sich zeitweise vom Deutschen unterscheiden.
  • Reise, Unterkunft und tägliche Wege müssen rechtzeitig organisiert werden.
  • Die Anerkennung von Studienleistungen folgt den abgestimmten Vorgaben beider Hochschulen.

Studierende müssen sich auf andere Lehrabläufe, Prüfungsanforderungen und Kommunikationssituationen einstellen. Wer einen längeren Aufenthalt in den Niederlanden finanziell und persönlich einplanen kann, gewinnt dabei wichtige internationale Erfahrungen. Für Interessierte, die ausschließlich am eigenen Wohnort studieren möchten, kann diese feste Struktur hingegen belastend sein.

Aktuelle Angaben zu Aufenthaltsdauer, Lehrsprache, Prüfungen und organisatorischen Bedingungen sollten direkt bei der Universität Oldenburg geprüft werden.

Auslandsaufenthalt, Unterrichtssprachen und Anatomie

Der integrierte Aufenthalt in Groningen umfasst ein Studienjahr; die genaue Einteilung kann sich nach dem aktuellen Curriculum richten. Studierende erleben dort einen anderen Hochschulalltag mit eigenen Abläufen, Lehrformaten und Prüfungsbedingungen.

Während des Aufenthalts können englischsprachige Vorlesungen, Fachtexte und Prüfungen auf dem Plan stehen. Niederländischkenntnisse sind nach den beschriebenen Bedingungen nicht zwingend nötig. Für den Alltag außerhalb der Hochschule sind Grundkenntnisse dennoch praktisch – etwa beim Einkauf, im Nahverkehr oder im kurzen Gespräch auf dem Flur.

In Groningen arbeiten Studierende an bereits präparierten Körperspendern. Ein Wahlfach kann darüber hinaus die Möglichkeit bieten, selbst zu präparieren. Diese Erfahrung verlangt Konzentration und Respekt, vermittelt aber ein besonders präzises anatomisches Verständnis.

Vor dem Auslandsabschnitt sollten folgende Punkte geklärt werden:

  • Welche Lehrveranstaltungen und Prüfungen finden in Groningen statt?
  • Welche Nachweise gelten für die Anerkennung der erbrachten Leistungen?
  • Wie lassen sich Unterkunft, Fahrtwege und laufende Kosten finanzieren?
  • Welche englischen Fachbegriffe müssen vor dem Aufenthalt sicher sitzen?
  • Welche organisatorischen Fristen gelten für die Einschreibung an beiden Standorten?

Da sich Lehrpläne und Sprachanforderungen ändern können, sollten Bewerberinnen und Bewerber die aktuellen Angaben der Universität Oldenburg prüfen. Besonders wichtig sind die verbindlichen Informationen zum Umfang des Aufenthalts, zu Prüfungen und zu den geltenden Sprachvoraussetzungen.

Blockpraktika, klinisches Training und Logbücher

Im fünften Studienjahr bündeln die Blockpraktika die praktische Ausbildung in festen Zeitabschnitten. Die Einsätze finden während des Semesters an den drei Universitätskliniken des Medizinischen Campus Oldenburg statt. Über längere Zeiträume können Studierende Arbeitsprozesse besser nachvollziehen als bei kurzen Einzelterminen.

Vor jedem Block steht ein fünfwöchiger Vorbereitungsabschnitt. Im Klinischen Trainingszentrum werden typische Situationen strukturiert bearbeitet. Seminare vermitteln fachliche Hintergründe, Untersuchungskurse trainieren konkrete Handgriffe und Fallkonferenzen zeigen, wie Befunde im Zusammenhang bewertet werden.

Ein wichtiges Arbeitsmittel ist das Logbuch. Es macht Lernziele und erforderliche Aufgaben sichtbar. Dazu gehören praktische Tätigkeiten, schriftliche Berichte und kleinere Leistungsnachweise. Das Logbuch dient damit als Kontrollliste und persönlicher Fahrplan durch den Praktikumsalltag.

Für Studierende ergeben sich daraus klare Vorteile:

  • Sie wissen vor dem Einsatz, welche Kompetenzen erwartet werden.
  • Sie können eigene Beobachtungen und Erfahrungen geordnet festhalten.
  • Betreuende sehen schneller, bei welchen Aufgaben noch Übung nötig ist.
  • Die praktischen Leistungen lassen sich über mehrere Einsätze hinweg verfolgen.

Ein vollständiges Logbuch verlangt regelmäßige Einträge. Beobachtungen sollten zeitnah notiert und offene Fragen direkt im Team angesprochen werden. So entsteht ein nachvollziehbarer Lernkreislauf: Eine Aufgabe wird erklärt, praktisch erprobt und anschließend reflektiert.

Für wen sich das Medizinstudium in Oldenburg eignet

Das Medizinstudium in Oldenburg passt besonders zu Menschen, die medizinisches Wissen nicht nur auswendig lernen, sondern in Situationen anwenden möchten. Wer gern Zusammenhänge erkennt, Fragen stellt und sich Schritt für Schritt in komplexe Fälle einarbeitet, findet in diesem Studienmodell gute Bedingungen.

Geeignet ist der Studiengang vor allem für Studierende, die:

  • eigenständig und dauerhaft lernen können, statt nur vor Prüfungen aktiv zu werden,
  • Rückmeldungen annehmen und das eigene Vorgehen kritisch verbessern möchten,
  • Interesse an wissenschaftlichem Denken und evidenzbasierten Entscheidungen haben,
  • in Gruppen zuverlässig arbeiten und Verantwortung teilen,
  • mit emotional belastenden Situationen professionell umgehen können,
  • sich auf wechselnde Anforderungen in Hochschule, Praxis und Klinik einstellen,
  • einen verbindlichen internationalen Studienanteil bewusst akzeptieren.

Der Patientenkontakt zeigt neben der interessanten Seite des Arztberufs auch, wie wichtig Geduld, Belastbarkeit und klare Kommunikation sind. Weniger passend ist Oldenburg für Personen, die ein stark vorgegebenes Studium vermeiden möchten: Regelmäßige Vorbereitung, aktive Mitarbeit, organisatorische Verlässlichkeit und der feste Aufenthalt in Groningen gehören zum Konzept.

Die überschaubare Hochschulstruktur kann Studierenden entgegenkommen, die direkten Austausch suchen. Selbstständigkeit bleibt jedoch gefragt – insbesondere bei Lernplanung, Auslandsorganisation und der Nachbereitung klinischer Erfahrungen.

Vor einer Bewerbung hilft ein ehrlicher Selbstcheck:

  • Kann ich über mehrere Jahre hinweg konstant hohe Lernlasten bewältigen?
  • Bleibe ich auch bei Rückschlägen handlungsfähig?
  • Fällt mir der respektvolle Umgang mit kranken und verunsicherten Menschen leicht?
  • Bin ich bereit, meinen Studienalltag zeitweise international auszurichten?
  • Suche ich eine Ausbildung, die wissenschaftliche Tiefe und ärztliche Praxis eng verbindet?

Entscheidend ist nicht, schon jede medizinische Einzelheit zu kennen. Wichtiger sind Lernbereitschaft, Verantwortungsgefühl und die Bereitschaft, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.

Fazit: Bewerbung vorbereiten und Modellstudiengang bewusst wählen

Wer sich für Humanmedizin in Oldenburg interessiert, sollte die Bewerbung frühzeitig vorbereiten. Lege alle Nachweise bereit, gleiche dein Profil mit den Auswahlkriterien ab und berücksichtige die für das Wintersemester 2026/27 vorgesehenen 200 Studienplätze pro Jahr.

Verbindlich sind die aktuellen Informationen der Universität Oldenburg und von hochschulstart.de. Dort findest du Fristen, Bewerbungsregeln, Sprachhinweise und mögliche Änderungen im Studienaufbau. Ältere Erfahrungsberichte zeigen lediglich, wie der Studiengang in früheren Jahrgängen umgesetzt wurde.

Die Entscheidung sollte nicht allein von der Zulassungschance abhängen. Prüfe auch, ob die feste internationale Ausrichtung zu deiner Lebensplanung passt und ob du ein Curriculum mit kontinuierlicher Mitarbeit bevorzugst. Ein Modellstudiengang ist kein leichterer Weg zum Staatsexamen, sondern setzt andere Schwerpunkte und verlangt eine andere Lernhaltung.

Vor dem Absenden der Bewerbung hilft diese kurze Checkliste:

  • aktuelle Bewerbungsfristen notiert
  • erforderliche Nachweise vollständig zusammengestellt
  • TMS-, Ausbildungs- oder Dienstnachweise auf Anerkennung geprüft
  • finanzielle Planung für Studium und Auslandsphase begonnen
  • Unterrichts- und Prüfungsformate realistisch eingeschätzt
  • persönliche Erwartungen an den Arztberuf hinterfragt

Oldenburg ist eine gute Wahl für Bewerberinnen und Bewerber, die wissenschaftliche Medizin, verbindliche Praxisanteile und internationale Erfahrungen miteinander verbinden möchten. Wer dagegen maximale Freiheit beim Studienort oder ein klassisch getrenntes Curriculum sucht, sollte genauer vergleichen. Eine bewusste Entscheidung schützt vor falschen Erwartungen und erleichtert den Start.

Stand der Kerndaten: 7. Oktober 2026. Vor der Bewerbung sollten alle Angaben nochmals anhand der offiziellen Hochschulseiten kontrolliert werden.

Häufige Fragen zum Medizinstudium in Oldenburg

Welchen Abschluss erwerben Studierende im Medizinstudium in Oldenburg?

Das Medizinstudium an der Universität Oldenburg führt zum deutschen Staatsexamen. Dieser Abschluss bildet die Grundlage für die ärztliche Approbation.

Wie lange dauert das Medizinstudium in Oldenburg?

Die Regelstudienzeit beträgt zwölf Semester beziehungsweise sechs Jahre. Der Studiengang ist als Vollzeitstudium angelegt und beginnt ausschließlich zum Wintersemester.

Was zeichnet den Modellstudiengang Humanmedizin in Oldenburg aus?

Der Modellstudiengang verbindet medizinische Grundlagen früh mit klinischen Fällen und praktischen Kompetenzen. Bereits wenige Wochen nach Studienbeginn erhalten Studierende ersten Patientenkontakt; regelmäßige Modulprüfungen und praktische Leistungsnachweise begleiten den Studienverlauf.

Wie funktioniert die Bewerbung für das Medizinstudium in Oldenburg?

Die Bewerbung erfolgt zentral über hochschulstart.de, da Humanmedizin bundesweit zulassungsbeschränkt ist. Die Studienplätze werden über die Abiturbestenquote, die Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen vergeben. Die konkreten Kriterien und Fristen sollten für das gewünschte Wintersemester aktuell geprüft werden.

Welche internationale Erfahrung bietet das Studium in Oldenburg?

Zum Studienkonzept gehört ein verbindlicher Studienaufenthalt an der Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden. Dort können Lehrveranstaltungen und Prüfungen teilweise auf Englisch stattfinden. Der Aufenthalt vermittelt internationale Erfahrungen und umfasst unter anderem praktische Einblicke in die Anatomie.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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