Duales Studium Nautik: Deine Karriere auf den Wellen beginnt hier

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: Duales Studium

Zusammenfassung: Das fünfjährige duale Nautikstudium verbindet Schiffsmechaniker-Ausbildung, Bachelorstudium und intensive Bordpraxis und bereitet auf verantwortungsvolle Tätigkeiten in der Schifffahrt vor.

Ausbildungsintegriertes Studium: Bachelor und Schiffsmechaniker-Ausbildung verbinden

Beim ausbildungsintegrierten dualen Studium laufen zwei Qualifikationen parallel: die Berufsausbildung zum/zur Schiffsmechaniker/in und das Hochschulstudium Nautik mit dem Abschluss Bachelor of Science. Das dauert in der Regel fünf Jahre. Der große Vorteil: Du lernst nicht nur aus Büchern, sondern überträgst technische, rechtliche und nautische Grundlagen direkt in den Bordalltag.

Die Ausbildung vermittelt dir eine solide Basis für das Arbeiten auf einem Schiff. Dazu gehören der sichere Umgang mit Maschinen und Anlagen, seemännische Tätigkeiten, Arbeitsschutz sowie die Abläufe im Schiffsbetrieb. Das Studium erweitert diese Grundlage um wissenschaftliche Methoden und führt schrittweise an verantwortungsvolle Aufgaben in der Schiffsführung heran. Beide Teile greifen ineinander: Wer die Wirkung von Wind, Tiefgang und Ladungsverteilung praktisch erlebt, versteht spätere Berechnungen zur Stabilität meist deutlich leichter.

Organisatorisch wechselst du zwischen Hochschule, Berufsschule, Reederei und Schiff. Die Ausbildungsphasen an den Berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch ergänzen die praktischen Einsätze an Bord. Ausbildungsfahrten, unter anderem auf der Großherzogin Elisabeth, schaffen Situationen, in denen Teamarbeit, Disziplin und klare Kommunikation gefragt sind. Gerade dieser Wechsel kann anspruchsvoll sein. Nach einer intensiven Bordzeit wieder in mathematische oder rechtliche Themen einzusteigen, braucht Planung und Ausdauer.

Die beiden Abschlüsse haben unterschiedliche Schwerpunkte: Die Schiffsmechaniker-Ausbildung ist ein anerkannter Berufsabschluss mit starkem Praxisbezug, der Bachelor dokumentiert die akademische Qualifikation in der Nautik. Für die spätere Tätigkeit als nautischer Schiffsoffizier zählen zusätzlich die vorgeschriebenen praktischen Seefahrtzeiten, Befähigungsnachweise und behördlichen Anforderungen. Der Studienabschluss allein ersetzt diese Nachweise nicht. Welche Voraussetzungen für das angestrebte Befähigungszeugnis gelten, solltest du deshalb früh prüfen.

Für dich passt dieses Modell besonders dann, wenn du Technik nicht scheust, Verantwortung übernehmen willst und längere Zeit an Bord verbringen kannst. Es ist kein Studium neben einem gewöhnlichen Bürojob. Wetter, Schichtdienst, beengte Arbeitsbereiche und wechselnde Teams gehören dazu. Dafür entsteht ein Berufsprofil, das praktische Fertigkeiten und akademisches Wissen ungewöhnlich eng verbindet.

Vor der Bewerbung lohnt sich eine kleine Selbstprüfung:

Wenn du diese Fragen ehrlich mit Ja beantwortest, bietet das ausbildungsintegrierte Modell einen direkten und anspruchsvollen Einstieg in die Nautik. Es verbindet Handwerk, Studium und Seefahrt zu einem Weg, der manchmal fordernd ist, aber nicht im Lehrbuch stecken bleibt.

Studiendauer und Lernorte zwischen Jade Hochschule und Schiff

Das duale Nautikstudium erstreckt sich über fünf Jahre und verbindet mehrere Lernorte zu einem festen Ausbildungsweg. An der Jade Hochschule in Elsfleth stehen die wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen im Mittelpunkt. Dort bearbeitest du Inhalte systematisch, legst Prüfungen ab und entwickelst die Fähigkeit, nautische Entscheidungen fachlich zu begründen.

Ein weiterer Lernort sind die Berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch. Sie begleiten den beruflichen Ausbildungsteil und schaffen die Grundlage für deinen späteren Einsatz im Schiffsbetrieb. Die Reederei übernimmt den Transfer in den Arbeitsalltag: Hier lernst du interne Abläufe kennen, arbeitest mit der Besatzung zusammen und erhältst Einblick in die Organisation von Fahrten und Hafenaufenthalten.

Die Semester sind nicht als durchgehende Hochschulzeit angelegt. Stattdessen wechseln sich Vorlesungszeiten, schulische Ausbildung und längere Bordabschnitte ab. Dadurch verändert sich dein Tagesrhythmus mehrfach im Jahr. Vor Studienbeginn solltest du klären, wie Einsatzpläne, Unterkunft, An- und Abreise sowie Urlaub geregelt werden. Gerade bei Bordzeiten ist eine frühzeitige Abstimmung wichtig, weil Schiffsbewegungen nicht immer mit gewöhnlichen Ferienzeiten zusammenpassen.

Besondere Ausbildungsfahrten finden im 4. und 7. Semester statt. Sie dienen nicht bloß als Ausflug, sondern als konzentrierte Lernphase auf dem Wasser. Auf dem Segelschiff Großherzogin Elisabeth lassen sich Abläufe der Navigation, Wachdienste und das Zusammenspiel einer Crew unmittelbar erleben. Theorie wird dabei nicht nur abgefragt, sondern unter realen Bedingungen angewendet.

Der Wechsel zwischen den Lernorten fordert Eigenständigkeit. Unterlagen müssen vollständig sein, Fristen dürfen nicht untergehen, und auch die Nachbereitung einer Bordphase gehört zu deinen Aufgaben. Ein digitaler Kalender, eine geordnete Sammlung von Ausbildungsnachweisen und regelmäßige Gespräche mit den betreuenden Personen helfen, den Überblick zu behalten.

Die genaue Abfolge der Module, Praxiszeiten und Prüfungen kann sich nach Studienordnung, Ausbildungsplan und Reederei unterscheiden. Verbindliche Angaben erhältst du direkt bei der Hochschule und beim jeweiligen Praxispartner. Prüfe außerdem, ob der gewünschte Studienstart im Sommer- und Wintersemester angeboten wird und welche Fristen für deine Bewerbung gelten.

Ausbildungsweg, Lernorte und berufliche Perspektiven im dualen Nautikstudium

Bereich Informationen
Studiendauer In der Regel fünf Jahre
Abschlüsse Berufsabschluss als Schiffsmechaniker/in und Bachelor of Science in Nautik
Lernorte Jade Hochschule in Elsfleth, Berufsbildende Schulen für den Landkreis Wesermarsch, Reederei und Schiff
Studieninhalte Navigation, Schiffsführung, Meteorologie, Ladung und Stabilität, Schifffahrtsrecht, Hafenmanagement und Schiffsbetriebswirtschaft
Praxisphasen Arbeiten an Bord, Wartung, Ladungsabwicklung, Festmachen, Wachdienste und Einblicke in die Schiffsführung
Ausbildungsfahrten Unter anderem im 4. und 7. Semester auf dem Segelschiff Großherzogin Elisabeth
Voraussetzungen In der Regel Abitur oder Fachhochschulreife; alternativ mittlerer Schulabschluss mit passender Berufsausbildung und Berufserfahrung
Persönliche Anforderungen Technisches Interesse, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Bereitschaft zu längeren Bordaufenthalten
Vergütung Vergütung während der Studiendauer durch den Praxispartner; genaue Konditionen stehen im Ausbildungsvertrag
Zusätzliche Nachweise Für die Tätigkeit als nautischer Schiffsoffizier sind praktische Seefahrtzeiten, Befähigungsnachweise und behördliche Anforderungen erforderlich
Berufsperspektiven Nautische Offiziersaufgaben, Erste/r Offizier/in, Kapitän/in sowie Tätigkeiten in Reedereien, Häfen, Logistik, Ausbildung oder Behörden
Bewerbung Zum Sommer- oder Wintersemester bei der Reederei Deymann Gruppe; zusätzlich ist ein Schnellbewerbungsformular verfügbar

Inhalte von Navigation bis Hafenmanagement

Im Studium greifen mehrere Fachgebiete ineinander. Navigation zeigt, wie du Position, Kurs und Geschwindigkeit sicher bestimmst. Dazu gehören Kartenarbeit, elektronische Navigationssysteme, Radar und die Bewertung von Informationen aus verschiedenen Quellen. Entscheidend ist nicht nur, ein Gerät bedienen zu können. Du musst Anzeigen prüfen, Fehler erkennen und bei widersprüchlichen Daten ruhig entscheiden.

Zur Schiffsführung zählen außerdem Manövrieren und Meteorologie. Du untersuchst, wie Wind, Strömung, Sicht und Wetterlagen die Fahrt beeinflussen. Auch das Verhalten des Schiffes bei unterschiedlichen Tiefgängen spielt eine Rolle. Bei der Ladung geht es um Stabilität, Ladungstechnik und die sichere Verteilung von Gütern. Ein kleiner Rechenfehler kann dabei große Folgen haben.

Das Fach Schifffahrtsrecht ordnet die Verantwortung an Bord und im Verkehr. Behandelt werden unter anderem nationale Vorschriften, internationale Regeln, Sicherheitsanforderungen und die Pflichten der Schiffsführung. Die Schifffahrtspolitik erweitert den Blick: Häfen, Handelswege, Umweltauflagen und internationale Interessen wirken direkt auf den Betrieb eines Schiffes ein.

Im Bereich Hafenlogistik und Hafenmanagement lernst du, wie Schiffe, Ladung, Terminals und Verkehrsträger zusammenarbeiten. Ankunftszeiten müssen koordiniert, Liegeplätze geplant und Umschlagprozesse abgestimmt werden. Dabei zählen nicht nur Geschwindigkeit und Kosten. Sicherheit, verfügbare Infrastruktur und die Einhaltung von Betriebsabläufen sind ebenso wichtig.

Schiffsbetriebswirtschaft verbindet diese Themen mit der wirtschaftlichen Seite. Du beschäftigst dich mit Kosten, Personal, Beschaffung, Wartungsplanung und der Nutzung von Schiffen. So wird klar, warum eine nautische Entscheidung oft auch eine betriebliche Wirkung hat. Ein Umweg kann etwa Treibstoff sparen, aber einen Termin im Hafen gefährden. Gute Entscheidungen betrachten deshalb mehrere Ziele gleichzeitig.

Typische Querverbindungen der Studieninhalte sind:

Die Verknüpfung macht den Studiengang anspruchsvoll. Du lernst nicht isoliert für einzelne Klausuren, sondern entwickelst ein Gesamtbild des Schiffsbetriebs. Wer Zusammenhänge erkennt, handelt später sicherer, wirtschaftlicher und mit mehr Weitblick.

Praxis an Bord: Wartung, Ladung und Schiffsführung

In der Bordpraxis übernimmst du zuerst klar abgegrenzte Aufgaben und arbeitest unter Anleitung erfahrener Besatzungsmitglieder. Mit wachsender Sicherheit kommen anspruchsvollere Tätigkeiten hinzu. Du lernst dabei, Arbeitsabläufe vorzubereiten, Risiken einzuschätzen und jeden Schritt sauber zu dokumentieren.

Bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten prüfst du Anlagen, Werkzeuge und Arbeitsbereiche. Dazu zählen etwa einfache Kontrollen, das Erkennen von Verschleiß und die Unterstützung bei Reparaturen. Reinigungsarbeiten sind kein Nebenschauplatz: Saubere Decks, freie Fluchtwege und gepflegte Arbeitsplätze senken das Unfallrisiko. Vorgaben zu persönlicher Schutzausrüstung und Arbeitssicherheit gelten konsequent.

Beim Be- und Entladen erhältst du Einblick in die praktische Ladungsabwicklung. Du unterstützt beim Vorbereiten der Arbeitsflächen, beachtest Anweisungen und achtest auf einen sicheren Ablauf. Besonders wichtig sind klare Handzeichen, Funkdisziplin und der Abstand zu bewegten Lasten. Eigenmächtiges Handeln ist hier fehl am Platz – auch dann, wenn es schnell gehen soll.

Das sichere Festmachen eines Schiffes verlangt Aufmerksamkeit und gutes Timing. Leinen müssen passend geführt, unter Spannung kontrolliert und nach dem Festmachen regelmäßig beobachtet werden. Strömung, Wind und Wasserstand können die Belastung verändern. Deshalb lernst du, Gefahrenzonen zu erkennen und dich niemals in den möglichen Rücklauf einer unter Spannung stehenden Leine zu stellen.

Während der Mitarbeit auf der Brücke beobachtest du, wie nautische Entscheidungen vorbereitet und umgesetzt werden. Du kannst beispielsweise Abläufe bei der Wache, beim Manövrieren oder beim Ein- und Auslaufen kennenlernen. Die verantwortliche Schiffsführung entscheidet, während du aufmerksam beobachtest, Fragen im passenden Moment stellst und Anweisungen exakt ausführst.

Ein typischer Praxislernerfolg besteht nicht darin, jede Aufgabe sofort allein zu erledigen. Entscheidend ist, Gefahren früh zu melden, Rückfragen zu stellen und aus Rückmeldungen konkrete Verbesserungen abzuleiten. So wächst Schritt für Schritt jene Verlässlichkeit, die an Bord mehr zählt als großes Auftreten.

Ausbildungsfahrten mit der „Großherzogin Elisabeth“

Die Ausbildungsfahrten auf der Großherzogin Elisabeth bieten dir einen geschützten Rahmen, um das Leben an Bord intensiv zu erleben. Auf dem Segelschiff zählt jede Hand. Tagesabläufe, Dienste und Aufgaben werden gemeinsam organisiert. Dadurch bekommst du ein realistisches Gefühl dafür, wie wichtig Verlässlichkeit auf engem Raum ist.

Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit der Crew. Du übernimmst Verantwortung für deine Aufgaben, achtest auf klare Absprachen und passt dich wechselnden Situationen an. Gerade auf einem Segelschiff wird sichtbar, wie eng menschliches Verhalten, Wetter und Technik zusammenhängen. Ein Kurswechsel ist dann nicht nur eine theoretische Ansage, sondern ein gemeinsamer Arbeitsprozess.

Die Fahrten schärfen außerdem deine Wahrnehmung. Du beobachtest Windrichtung, Seegang und die Reaktion des Schiffes. Unter Anleitung lernst du, Abläufe vorausschauend zu betrachten und Beobachtungen präzise weiterzugeben. Diese Fähigkeit ist später besonders wertvoll, wenn Entscheidungen nicht erst getroffen werden dürfen, wenn ein Problem bereits offensichtlich ist.

Auch das Leben unter Deck gehört zur Ausbildung. Ruhezeiten, Wachdienste und gemeinsames Arbeiten verlangen Rücksicht und Selbstdisziplin. Wer müde ist oder sich unwohl fühlt, muss das ansprechen. Sicherheit entsteht nicht durch Heldentum, sondern durch ehrliche Kommunikation und feste Routinen.

Die beiden Fahrten im 4. und 7. Semester markieren wichtige Lernschritte. Mit zunehmender Erfahrung kannst du Zusammenhänge besser einordnen, Aufgaben bewusster übernehmen und Rückmeldungen gezielter nutzen. Führe nach jeder Fahrt kurze Notizen zu deinen Beobachtungen: Was hat gut funktioniert? Wo warst du unsicher? Welche Frage möchtest du im nächsten Gespräch klären? So wird aus dem Erlebnis ein dauerhafter Lerngewinn.

Voraussetzungen für den Einstieg in Nautik

Für den Einstieg in das duale Nautikstudium brauchst du in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife. Auch ein guter mittlerer Schulabschluss kann ausreichen, wenn du zusätzlich eine passende Berufsausbildung und einschlägige Berufserfahrung mitbringst. Welche Nachweise genau gelten, richtet sich nach der Zugangsordnung der Hochschule.

Deutsch- und Englischkenntnisse sind ebenfalls erforderlich. Deutsch brauchst du für Unterricht, Prüfungen und Sicherheitsanweisungen. Englisch ist in der internationalen Seefahrt unverzichtbar. Viele Fachbegriffe, Funksprüche und Dokumente orientieren sich an englischen Standards. Die konkreten Sprachanforderungen solltest du vor der Bewerbung bei der Hochschule prüfen.

Neben den formalen Nachweisen zählt deine persönliche Eignung. An Bord arbeiten Menschen oft über längere Zeit eng zusammen. Deshalb sind Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Verlässlichkeit wichtige Grundlagen. Du solltest Anweisungen aufmerksam aufnehmen, Rückfragen stellen und Fehler offen ansprechen können. Ein lockerer Spruch hilft manchmal, ersetzt aber keine klare Kommunikation.

Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind von Vorteil. Du musst zu Beginn kein Profi für Maschinen oder elektrische Anlagen sein. Hilfreich ist jedoch, wenn du gern praktisch arbeitest, Werkzeuge sicher nutzen möchtest und technische Zusammenhänge nicht scheust. Auch körperliche Belastbarkeit, Konzentration im Schichtdienst und ein sicherheitsbewusstes Verhalten erleichtern den Einstieg.

Für die Bewerbung solltest du deine Zeugnisse, einen übersichtlichen Lebenslauf und ein passendes Anschreiben vorbereiten. Beschreibe darin nicht nur dein Interesse an Schiffen. Zeige konkret, welche praktischen Erfahrungen, technischen Interessen oder Tätigkeiten im Team dich auf den Bordalltag vorbereiten. Die endgültige Prüfung der Zulassung übernimmt die Hochschule; der Praxispartner bewertet zusätzlich deine persönliche und berufliche Passung.

Abschluss und Weg zur Führung eines Seeschiffs

Nach erfolgreichem Abschluss hältst du zwei eigenständige Qualifikationen in der Hand: den anerkannten Berufsabschluss als Schiffsmechaniker/in und den akademischen Grad Bachelor of Science in Nautik. Diese Kombination öffnet dir den Weg in technische, operative und später nautische Aufgaben an Bord.

Der Bachelor allein berechtigt jedoch nicht automatisch dazu, ein Seeschiff eigenverantwortlich zu führen. Dafür brauchst du zusätzlich die vorgeschriebenen Seefahrtzeiten, praktische Nachweise und ein gültiges Befähigungszeugnis. Die Anforderungen richten sich nach internationalen Standards und den zuständigen deutschen Behörden. Welche Unterlagen und Fahrzeiten im Einzelfall erforderlich sind, solltest du rechtzeitig mit der Hochschule, dem Praxispartner und der zuständigen Stelle klären.

Der berufliche Aufstieg erfolgt meist stufenweise. Nach dem Studium sammelst du zunächst weitere Erfahrung als nautischer Offizier. Dabei übernimmst du Wachdienste, unterstützt die Schiffsleitung und vertiefst deine Kenntnisse im laufenden Betrieb. Mit ausreichender Praxis und der passenden Qualifikation kannst du später als Erste/r Offizier/in arbeiten. Der nächste Schritt ist die Funktion als Kapitän/in, verbunden mit der Gesamtverantwortung für Schiff, Besatzung, Ladung und Sicherheit.

Für diese Verantwortung zählen nicht nur Prüfungsnoten. Unternehmen achten auch auf sichere Entscheidungen, belastbare Kommunikation und einen professionellen Umgang mit Konflikten. Ein Kapitän muss außerdem wirtschaftliche Vorgaben, Umweltauflagen und Sicherheitsinteressen zusammenführen. Das ist weniger Filmromantik, mehr konzentrierte Führungsarbeit.

Der Abschluss eröffnet daneben Perspektiven an Land. Möglich sind Tätigkeiten in Reedereien, Hafenbetrieben, Schiffsagenturen, der maritimen Logistik, der Ausbildung oder bei Behörden. Auch Bereiche wie Flottenmanagement, Sicherheit, Qualitätssicherung und maritime Technik kommen infrage. Welche Richtung passt, zeigt sich oft erst nach den ersten Einsätzen.

Plane deinen Weg deshalb nicht nur bis zur Abschlussfeier. Informiere dich früh über die jeweils geltenden Befähigungsanforderungen, führe deine Nachweise sorgfältig und sprich mit erfahrenen Offizieren über realistische nächste Schritte. So wird aus dem Studienabschluss eine belastbare maritime Laufbahn.

Vorteile: Vergütung, Praxisnähe und Übernahmechancen

Ein wesentlicher Vorteil des dualen Nautikstudiums ist die finanzielle Planbarkeit. Bei der Reederei Deymann Gruppe erhältst du während der gesamten Studiendauer eine Vergütung. Die genaue Höhe, mögliche Zuschläge und weitere Leistungen hängen vom Vertrag und den jeweiligen Einsatzbedingungen ab. Lass dir vor der Unterschrift schriftlich erklären, wie die Bezahlung in Hochschul-, Schul- und Bordphasen geregelt ist.

Die Vergütung unterscheidet das Modell deutlich von einem klassischen Vollzeitstudium ohne festes Ausbildungsverhältnis. Dennoch solltest du deine monatlichen Ausgaben realistisch kalkulieren. Prüfe insbesondere Kosten für Fahrtwege, private Versicherungen, Lernmittel und Zeiten zwischen zwei Einsätzen. Unterkunft und Verpflegung können je nach Ausbildungsabschnitt unterschiedlich geregelt sein.

Die Praxisnähe schafft einen weiteren konkreten Nutzen: Du erkennst früh, ob dir die Arbeitswelt an Bord wirklich liegt. Statt erst nach mehreren Studienjahren ein Berufsfeld auszuprobieren, sammelst du Erfahrungen unter echten Bedingungen. Das hilft dir auch bei der beruflichen Orientierung. Vielleicht reizt dich später die Schiffsführung, vielleicht eher die Organisation im Reedereibüro oder das Hafenmanagement.

Durch die enge Zusammenarbeit mit einem Praxispartner entstehen zudem berufliche Kontakte. Du lernst betriebliche Ansprechpartner, Besatzungsmitglieder und verschiedene Arbeitsbereiche kennen. Solche Beziehungen ersetzen keine Leistung, können aber den Einstieg nach dem Abschluss erleichtern. Wichtig bleibt, dass du dich zuverlässig zeigst und Rückmeldungen aktiv nutzt.

Die Reederei Deymann Gruppe nennt gute Übernahmechancen nach erfolgreichem Abschluss. Eine Garantie ist daraus nicht abzuleiten. Deine Chancen hängen unter anderem von deinen Leistungen, verfügbaren Stellen, erforderlichen Befähigungsnachweisen und dem Personalbedarf ab. Frage im Bewerbungsgespräch konkret nach:

Ein familiäres Arbeitsumfeld kann die Ausbildung zusätzlich erleichtern. Kurze Wege und feste Ansprechpersonen sind besonders hilfreich, wenn an Bord oder im Studium Fragen auftauchen. Entscheidend ist aber, ob diese Unterstützung im Alltag tatsächlich gelebt wird. Sprich deshalb möglichst mit aktuellen Auszubildenden oder Studierenden über ihre Erfahrungen.

Damit verbindet das Angebot Einkommen, frühe Berufserfahrung und eine realistische Perspektive nach dem Studium. Wer die Vertragsdetails prüft und die eigenen Ziele klar anspricht, nutzt diese Vorteile besser.

Bewerbung bei der Reederei Deymann Gruppe

Für das duale Studium bei der Reederei Deymann Gruppe kannst du dich zum Sommer- oder Wintersemester bewerben. Eine sorgfältig vorbereitete Bewerbung zeigt, dass du die Anforderungen an Studium, Berufsausbildung und Borddienst verstanden hast.

Deine Unterlagen sollten ein klares Anschreiben, einen lückenlosen Lebenslauf und relevante Zeugnisse enthalten. Ergänze Nachweise über Praktika, technische Tätigkeiten, ehrenamtliches Engagement oder Erfahrungen im Team, sofern sie für den Bordalltag aussagekräftig sind. Benenne konkrete Beispiele statt allgemeiner Aussagen: Was hast du repariert, organisiert oder in einer Gruppe zuverlässig übernommen?

Im Anschreiben solltest du drei Fragen beantworten: Warum interessiert dich Nautik? Warum möchtest du die praktische Ausbildung mit einem Studium verbinden? Und weshalb passt gerade die Reederei Deymann zu deinen beruflichen Zielen? Beschreibe außerdem offen, dass du dich auf wechselnde Lernorte, Verantwortung und das Leben an Bord einstellen kannst.

Die Bewerbung ist per Post möglich an:

Reederei Deymann Management GmbH & Co. KG
Industriestraße 9
49733 Haren (Ems)

Als Ansprechpartnerin ist Frau Kim Homann genannt. Du kannst dich außerdem telefonisch unter +49 (0) 174 771 6002 informieren. Für allgemeine Fragen zum Unternehmen steht die Reederei unter +49 5932 7358-0 oder per E-Mail an info@reederei-deymann.de zur Verfügung. Zusätzlich gibt es ein Schnellbewerbungsformular.

Rufe vor dem Versand kurz an, wenn Angaben zu Fristen, benötigten Nachweisen oder dem gewünschten Studienstart unklar sind. Prüfe anschließend jede Datei auf Lesbarkeit und einen einheitlichen Dateinamen. Ein mögliches Schema lautet: Nachname_Vorname_Bewerbung_Nautik.pdf. So bleibt die Bewerbung auch intern leicht zuzuordnen.

Bereite dich im Gespräch auf Fragen zu Sicherheitsbewusstsein, Teamarbeit, Englisch und technischen Interessen vor. Eine eigene Frage solltest du ebenfalls mitbringen, etwa zur Betreuung während der Bordzeit oder zum Ablauf der ersten Ausbildungsphase. Das zeigt, dass du deinen Einstieg ernst nimmst.

Fazit: Voraussetzungen prüfen und Bewerbung vorbereiten

Der Einstieg gelingt am besten, wenn du zwei Dinge getrennt prüfst: Erfüllst du die formalen Zulassungsvorgaben der Hochschule? Und passt der Alltag bei einem Praxispartner wirklich zu dir? Erst wenn beides zusammenpasst, wird aus dem Interesse an der Seefahrt ein tragfähiger Studienplan.

Nutze für die Vorbereitung eine kurze Bewerbungsmappe:

Für das Angebot der Reederei Deymann Gruppe ist Frau Kim Homann als Ansprechpartnerin genannt. Bewerbungen sind postalisch an die Reederei Deymann Management GmbH & Co. KG, Industriestraße 9, 49733 Haren (Ems), möglich. Zusätzlich steht ein Schnellbewerbungsformular zur Verfügung. Da Fristen und Anforderungen sich ändern können, solltest du die Angaben vor dem Versand direkt bestätigen.

Prüfe im Gespräch nicht nur deine Chancen, sondern auch die Bedingungen. Wichtig sind zum Beispiel der genaue Ausbildungsbeginn, die Betreuung an Bord, die Regelung von Heimfahrten und die Unterstützung bei vorgeschriebenen Nachweisen. Frage außerdem, wie die Übernahme nach dem Abschluss konkret gestaltet wird. Klare Antworten schützen vor falschen Erwartungen.

Eine gute Bewerbung bleibt sachlich und persönlich. Beschreibe eine konkrete Situation, in der du Verantwortung übernommen, ein technisches Problem gelöst oder in einem Team zuverlässig gearbeitet hast. Das ist überzeugender als Floskeln über Abenteuer und Fernweh. Zeige, dass du die Seefahrt nicht romantisierst, sondern ihre Anforderungen kennst.

Der nächste sinnvolle Schritt ist daher kein blindes Abschicken, sondern ein Abgleich von Zulassung, Vertrag und Lebensplanung. Wenn die Punkte stimmen, bereite deine Unterlagen vollständig vor und nimm früh Kontakt zu Hochschule und Reederei auf. So startest du mit realistischen Erwartungen in deinen Weg zur nautischen Fachkraft.